E-Bike Chip-Tuning: Eine verlockende Alternative?!

Es ist wahrlich verlockend! Im Internet finden sich immer wieder Angebote, mit denen die Begrenzung der Tretunterstützung bis 25 km/h bei E-Bikes aufgehoben werden kann. Wieso also nicht bis 40 oder gar 50 km/h den Vorteil der E-Power nutzen? Lohnt sich solch eine Tuning-Maßnahme allerdings wirklich? Wir haben die Antworten auf die brennendsten Fragen!

 

Was ist E-Bike Chip-Tuning?

Beim E-Bike Chip-Tuning handelt es sich im Grunde um eine Irreführung des Systems. Da die Tretunterstützung bis maximal 25 km/h fest in der Programmierung verankert ist, wird der Steuerung eine langsamere Geschwindigkeit vorgegaukelt. Realisiert wird das in den meisten Fällen durch eine kleine Elektronikeinheit, die als Bindeglied zwischen Magnetsensor und Steuereinheit die Signale verfälscht. Der Impuls, der im Normalfall bei jeder Radumdrehung gesendet wird, wird somit einfach nur „verbogen“. Eine weitere Möglichkeit des Tunings ist die Verwendung eines Dongles, der im Bereich des Geschwindigkeitssensors ins System integriert werden muss. Auch bei dieser Variante wird die tatsächliche Geschwindigkeit lediglich heruntergerechnet.

 

Welche Auswirkungen hat Chip-Tuning auf das E-Bike?

Im Gegensatz zum Tuning bei Benzin-Motoren handelt es sich beim E-Bike Chip-Tuning nicht wirklich um eine Leistungssteigerung. Das Austricksen der Einheit hat allerdings dennoch weitreichende negative Auswirkungen auf das komplette System. Die höhere Belastung geht einher mit einer stärkeren Beanspruchung des Akkus. Der stärkere Stromfluss bewirkt nicht nur eine höhere Wärmeentwicklung, sondern lässt auch den Akku schneller altern. Im schlimmsten Fall kann der Energiespeicher sogar unbehebbare Schäden nehmen. Natürlich leidet auch der Antrieb als solches. Der extremere Verschleiß von Kette, Zahnkranz und Kassette geht natürlich auch zu Lasten der Haushaltskasse.

 

Welche rechtlichen Konsequenzen kann das E-Bike Chip-Tuning nach sich ziehen?

Das Fahren mit einem getunten E-Bike, egal ob dies per Chip oder Dongle umgesetzt wurde, ist im öffentlichen Straßenverkehr per Gesetz verboten! Es besteht zudem kein Versicherungsschutz mehr, auch nicht bei unverschuldeten Unfällen. Zudem droht, nicht nur bei einem Unfall, sondern auch bei einer Kontrolle, eventuell eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Ein weiterer Nachteil des E-Bike Tunings ist natürlich das Erlöschen des Garantieanspruchs. Das Tuning des E-Bikes kann somit richtig teuer werden! Wir raten also dringend von solchen fragwürdigen Maßnahmen ab! Im rebike1 Shop für gebrauchte Premium E-Bikes führen wir daher weder Tuning-Kits noch getunte Bikes. Übrigens: Ein ehemals modifiziertes E-Bike System kann auch noch nach Ausbau des Tuning-Sets nachgewiesen werden.

 

Unser Tipp: Finger weg vom E-Bike Tuning!