eBike Abo teurer als Auto-Leasing? Nachgehakt

eBike Abo teurer als Auto-Leasing? Nachgehakt

Nicht erst seit der Corona-Krise steht das elektrifizierte Fahrradfahren für umweltbewusste Fortbewegung mit hohem Gesundheits- und Spaß-Faktor. Im urbanen Raum verdrängt das E-Bike daher immer mehr das Auto. Kurze Wege, überfüllte Straßen und die mit dem Auto verbundene Parkplatzsuche veranlasst viele Pendler zum cleveren Umstieg. Eine kostengünstige Alternative zum Neukauf eines E-Bikes bietet eBike Abo. Bereits ab nur 99,00 Euro pro Monat kann entspannt in die Pedale getreten werden – eingebauter Rückenwind inklusive. Wir wollen an dieser Stelle einen genauen Blick auf das Angebot werfen und scheuen dabei auch nicht den Vergleich zum Auto-Abo und Auto-Leasing.

Die Vorteile von eBike Abo

eBike Abo bietet eine große Auswahl an hochwertigen E-Bikes der Markenhersteller. Egal ob City-E-Bike, E-Trekking-Rad oder E-Mountainbike, hier findet jeder Interessierte für seine individuellen Anforderungen das ideale E-Bike – und das monatlich bereits ab 99,00 Euro. Im Abo-Preis inbegriffen sind Service, Wartung, E-Bike Versicherung und ein Sicherheits-Fahrradschloss. Inklusive sind außerdem notwendige Reparaturen und Verschleißteile. Die An- und Abholung des E-Bikes gehören ebenfalls zum Paketumfang des eBike Abos. Die laufenden Kosten lassen sich für den Endnutzer also genau bestimmen. Böse finanzielle Überraschungen sind somit ausgeschlossen. Gebucht wird das eBike Abo unkompliziert per PC, Tablet oder Smartphone. Angeboten werden drei Mindestlaufzeiten von drei bis zwölf Monate Wenn der Vertrag nicht gekündigt wird, verlängert er sich automatisch immer nur um jeweils einen Monat. Somit sind variable Laufzeiten von 4, 5, 7, oder 8 Monate flexibel und unkompliziert buchbar. Ein käuflicher Erwerb des E-Bikes ist nach Ende der Laufzeit auf Wunsch möglich.

Wieso E-Biken? Kann ich nicht besser mit dem Auto fahren?

Viele Autofahrer, die vehement am Auto festhalten, sehen das E-Bike als Fortbewegungsmittel der zweiten Wahl. Dem ist natürlich nicht so. Der Schritt zum E-Bike erfolgt aus vielerlei sehr guten Gründen. Hierzu zählen unter anderem hohe Mobilität ohne Parkplatzsuche, das Vermeiden von Staus, geringe Unterhaltskosten, wenig Platzbedarf bei Nichtgebrauch des E-Bikes sowie hohe Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Im Vergleich zum Kleinwagen mit einer CO2-Emission von circa 110 Gramm pro Kilometer weist das E-Bike lediglich einen Wert von etwa 6 Gramm pro Kilometer auf. Wer den E-Bike Akku zudem mit "grünem Strom" auflädt, kann die Bilanz nochmals deutlich verbessern. Ein sehr guter Grund für den Umstieg auf das E-Bike ist selbstverständlich die Gesundheit. Gelenkschonendes Radeln ohne Kraftanstrengung stärkt den Körper und beugt Krankheiten vor. Auch der psychische Nutzen darf nicht außer acht gelassen werden. Mit einem E-Bike kann dem Stress des Alltags wenigstens ein kleines Stück entflohen werden. Ein Grund, weshalb immer mehr Pendler das Auto stehen lassen und für sich das E-Bike entdecken.

E-Biken macht Spaß – und ist gesund

Das E-Bike ermöglicht dem Nutzer dank Tretunterstützung eine moderate Bewegung, die nicht nur die Gelenke schont, sondern auch das Wohlbefinden erheblich steigert. Laut WHO reichen jeden Tag 30 Minuten auf dem Fahrrad bzw. E-Bike aus, um die Lebenserwartung um 8 Jahre zu steigern. Den gesundheitlichen Nutzen des Radfahrens haben auch die gesetzlichen Krankenkassen erkannt. So motiviert beispielsweise die AOK-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ jedes Jahr viele Arbeitnehmer zum Umstieg auf das Fahrrad – eine Aktion, die mittlerweile etwa zwei Millionen Menschen mobilisiert hat. Dank des E-Bikes können auch untrainierte oder ältere Menschen in den Genuss eines beschwerdefreien Radelns kommen. Nach Operationen kommt dem E-Bike oftmals eine wichtige Rolle bei Reha-Maßnahmen zu. Selbst bei der Gewichtsabnahme leistet elektrifiziertes Radeln einen wertvollen Beitrag. Das E-Bike ist somit nicht die zweite Wahl, sondern meist die bessere und klügere Wahl!

Direkter Vergleich mit Auto-Abo

Eigentlich lässt sich das eBike Abo nicht wirklich mit dem Auto-Leasing oder dem Auto-Abo vergleichen. Zu unterschiedlich sind sowohl die Anforderungen als auch die Grundvoraussetzungen. Wir wollen an dieser Stelle dennoch den etwas hinkenden Vergleich wagen. Um eine Vergleichbarkeit mit realen Zahlen zu erreichen, nehmen wir das Auto Abo des Anbieters Cluno unter die Lupe. Ähnlich wie beim eBike Abo beinhaltet der monatliche Grundpreis die Nutzung des Fahrzeugs, in diesem Fall natürlich ein Auto, Versicherung, Verschleißteile, Wartung und Garantie. Inbegriffen sind zudem KFZ-spezifische Kosten wie GEZ, Steuer und Zulassung. Abgerundet wird das umfangreiche Angebot durch eine hohe Modellvielfalt. Die Preise für das Abo beginnen abhängig vom Modell ab 259,00 Euro pro Monat, E-Mobilität ist bei Cluno ab 299,00 Euro möglich. Nicht vergessen werden sollte bei der Berechnung, dass die Kraftstoff-Tankkosten natürlich selber übernommen werden müssen.

Vergleich mit dem Auto-Leasing

Etwas schwerer fällt der Vergleich mit dem Auto-Leasing, da hier die Grundvoraussetzungen noch unterschiedlicher sind. Die auf den ersten Blick niedrigen Monats-Raten sorgen für eine hohe Beliebtheit, weshalb wir auch dieses Miet-Konzept in unserem Vergleich mit einbeziehen wollen. Beim Auto-Leasing bindet sich der Kunde über einen längeren Zeitraum, üblicherweise 24 oder 36 Monate, an das Fahrzeug. Eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich. Bevor der Spaß beginnen kann, ist meistens vorab eine Anzahlung fällig. Wie beim Abo-Modell ist während der Vertragslaufzeit dann die monatliche Rate zu entrichten, Eigentümer bleibt der Leasingpartner. Eine Übernahme des Fahrzeugs ist nach Ablauf des Leasingvertrages zwar möglich, der dabei zu entrichtende Restwert und die bereits gezahlten monatlichen Leasing-Raten sind in der Summe allerdings oftmals höher als der Neuwert des Fahrzeugs.

Versteckte Kosten beim Auto-Leasing

Zusätzlich zu den monatlichen Leasing-Raten kommen beim Auto-Leasing noch die Kosten für die Wartung und Reparatur des Wagens hinzu, darunter fallen auch Reifenwechsel und TÜV. Von freien Werkstätten ist laut Vertrag allerdings Abstand zu nehmen, Inspektionen und Reparaturen am Fahrzeug dürfen nur die teureren Vertragswerkstätten durchführen. Damit die Kosten für den Leasing-Nehmer einigermaßen überschaubar bleiben, bieten einige Leasing-Partner hierfür gegen Aufpreis ein Full Service Leasing an. Des weiteren ist zu Bedenken, dass für das Leasing-Fahrzeug eine Vollkasko-Versicherung abgeschlossen werden muss – und die kann ordentlich ins Geld gehen. Sollte eine maximale Kilometerleistung im Leasingvertrag festgehalten sein, fallen für die zu viel gefahrenen Kilometer zusätzliche Kosten an. Der Blick auf die monatliche Leasing-Rate entspricht somit leider nicht den realen Kosten, die auf den Leasing-Nehmer zukommen.

Das eBike Abo gewinnt im Vergleich

Im direkten Vergleich kann sich das eBike Abo in allen Bereichen gegen das Auto-Abo und das Auto-Leasing durchsetzen. Das Leasen des Autos wirkt auf den ersten Blick zwar sehr kostengünstig, die zum Teil sehr hohen Folgekosten lassen sich aber nicht genau bestimmen und können das zur Verfügung stehende Budget ordentlich in Mitleidenschaft ziehen. Sicherer – was die Folgekosten betrifft – ist das Auto-Abo, aber selbst für das kostengünstigste Angebot müssen pro Monat 259,00 Euro auf den Tisch gelegt werden. Wer mit dem Auto einigermaßen umweltbewusst unterwegs sein möchte, muss sogar das dreifache des eBike Abos investieren. Mit einem monatlichen Preis ab 99,00 Euro ist das eBike Abo also absolut unschlagbar. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Flexibilität, die selbst beim Auto-Abo nicht in dieser Individualität gegeben ist. Das letzte Argument der Auto-Verfechter gegen das E-Bike bzw. das eBike Abo könnte vielleicht noch das Zurücklegen von weiten Strecken sein, aber: Mit einer guten Zuganbindung lassen sich auch große Distanzen in Kombination mit dem E-Bike schnell und umweltfreundlich zurücklegen.